Heidelberger Wirtshaus

Wahrscheinlich jedem von uns ist der Heidelberger Spanferkel-Hof irgendwie ein Begriff. Das Traditionsunternehmen zwischen der Bahnstadt und Eppelheim hat sich schließlich in den vergangenen Jahrzehnten als Caterer einen Namen gemacht – und das weit über die Stadtgrenzen hinaus.  Die Pfisterers haben sprichwörtlich Generationen beliefert und hatten in der Region seit je her ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Wilfried Pfisterer, der den Betrieb seit einiger Zeit allein mit seiner Frau leitet, geht jetzt neue, frische Wege und hat dabei große Pläne. Bereits seit letztem Jahr brillieren die schönen, sehr geräumigen Gasträume nicht mehr nur allein als beliebt Eventlocation, sondern auch als Restaurant. Nach einigen strukturellen Herausforderungen und von langer Hand geplanten Umbauarbeiten hat Wilfried jetzt etwas gezaubert, dass man so wahrscheinlich nicht erwartet hätte: Pünktlich zum Start der Biergarten-Saison hat er  mit viel Liebe zum Detail einen eben solchen angelegt. Seit der offiziellen Eröffnung an Ostern begrüßen er, seine Frau und Kinder (und Hofhund Brutus , der trotz des imposanten Namens nur circa drei Kilo wiegt) ab sofort ihre Gäste in toller Atmosphäre vor den Toren der Bahnstadt. Und dieser Biergarten (Paulaner und Krombacher) hat den Namen wirklich verdient: Große Biertische mit Kerzen und liebevoll eingetopften Kräutern auf einer einladenden Fläche direkt am Restaurant. Für die Kids gibt es hier statt eines simplen Spielplatzes ein kleines, zweistöckiges Kletter-Häuschen mit Elektrokamin, Strom und Rutsche. 

Während die Kinder spielen, kann man sich derweil entspannt auf den Bierbänken niederlassen – und dabei zwar nicht dem Gras beim Wachsen zuhören, wohl aber den Salat beim Wachsen beobachten. Die Macher ziehen ihre Salate, die im Restaurant auf dem Teller landen nämlich selbst in einem gläsernen Gewächshaus direkt am schönen, irgendwie klassischen Kies-Biergarten. Damit noch nicht genug: auch das Brot wird im „Heidelberger Wirtshaus“ selbst gebacken, die Bratwürste, die im eigens gezimmerten Holzhaus (Selbstbedienung im Biergarten!) über den Tresen gehen, sind handgemacht. 

Generell setzt Wilfried bei seinen Speisen auf Hausgemachtes, sensationelle Qualität und Frische. Wer keine Lust hat, sich im Biergartengeschäft selbst zu bedienen, hat hier die Wahl! Auf der großen, zum Restaurant gehörigen Terrasse freuen sich ein kompetenter Restaurantleiter und nettes Service-Personal darauf, ihre Gäste auch am Tisch zu bedienen.

Alles in allem eine echte Bereicherung für Heidelberg. Ein klassischer Biergarten im Grünen, der stadtnah sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad ganz prima zu erreichen ist. Wer mit dem Auto kommen möchte, parkt einfach auf dem großen Parkplatz direkt am Hof. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Heidelberger sich bei schönem Wetter fragen „Gehen wir heute zum Wilfried“? Beide Daumen hoch vom Löffelmeter für Qualität, Konzept und liebevolle Umsetzung.

Auszug aus der Biergarten-Karte: Frische Salate aus Hofanbau mit Rohkost: 3,80 € bis 5,50 €, mit Putenstreifen 9,50 €.  Gebackener Camambert mit Salat und Preiselbeeren: 6,90 €. Hausgemachter Wurtssalat mit Pommes oder Omas Kartoffelsalat: 6,00 €. Hausgemachte Pfisterer Bratwurst mit Brot oder Pommes: 4,00 € bis 5,50 €. Kinderschnitzel mit Pommes 5,50 €. 

Wer sich lieber im Restaurant bedienen lassen möchte und großen Hunger mitgebracht hat, hat die Wahl zwischen elf verschiedenen Hauptgängen von Fisch (Lachs mit mediterranem Gemüse (19,90 €) über Schweinshaxe (10,90 €) bis Maultaschen (10,90 €) .

Öffnungszeiten: Mi. – Sa. ab 17 Uhr. Sonn- und Feiertags ab 12.00 Uhr. Mo. + Di.: Ruhetag. Im Laufe der Saison und bei schönem Wetter möglicherweise bald die ganze Woche.

Baumschulenweg 100, 69124 Heidelberg, 06221-9144434


www.heidelberger-wirtshaus.de