Frenk`s to go

Bei manchen gastronomischen Einrichtungen fragt man sich ja schon einstweilen: Warum? So auch bei „Frenks to go“, das Anfang des Jahres in der Hauptstraße aufmachte. Warum eröffnet man 2018 eine italienische Fastfood-Einrichtung, die nur darauf ausgerichtet ist, Laufkundschaft mit schneller, billiger, qualitativ fragwürdiger Ware zu versorgen? Ist es ein ironischer Seitenhieb auf den kulinarischen Gesundheitswahn, die ernährungsbewussten Feingeister, den Trend zu Klasse statt Masse? Soll hier mit vorgefertigten „Aufwärmprodukten“ ein Zeichen gesetzt werden? Will man den Kunden mit einer Art kulinarischer Kunstaktion zum denken anregen? Möglicherweise setzt aber auch der Betreiber tatsächlich nur auf niemals wiederkehrende Touristen, eilige, knurrende Mägen und gedankenlose Zeitgenossen, die sich vom „geldbeutelfreundlichem“ Angebot geschmeichelt fühlen. Diese Menschen können sich im „Frenks to go“ hurtig mit vorgefertigter Pizza (Margherita 3,90 €, mit Salami und Champignons 4,50 €) eindecken, mit warm gehaltenen Pasta-Gerichten (Nudeln mit Pfifferlingen und Sahne 6,90 €, Tortellini Bolognese 5,90 €) sättigen oder auch Lasagne in Aluschälchen mitnehmen. Salate werden in Plastikschalen offeriert oder für „Sofort-Esser“ auf Porzellan serviert, vermeintliche Authentizität vermitteln die dargereichten Arancini (Spinat und Käse 2,80 € oder Schinken und Käse 2,80 €) und natürlich gibt es in dem wenig Wärme versprühendem Etablissement auch Eis und Kaffee. Das „Frenk`s to go“ funktioniert nur durch Lage und Preis, nicht durch Originalität und Qualität. Schade.

Hauptstraße 40, 69117 Heidelberg