…Street Food Weekend Heidelberg

 

Das Street Food Weekend sollte es sein! Endlich! Lang erwartet von Insidern, ordentlich besprochen von hungrigen Interessenten, hoch und runter spekuliert von Food-Nerds, durch viele virtuelle Vorboten angeheizt und mit sehr viel Gemunkel neugierig gemacht, wurde das Speise-Festival von den Gastgebern DER BRGR und BE Street Food lang undheiß erwartet. Dieser, oftmals sehr unterschätzten „Speise von der Hand in den Mund“ sollte dieses Wochenende gewidmet sein und im Gegensatz zu den trüben Unkenrufen, welche einseitige Burger-Monotonie prognostizierten, erstrahlte der Messplatz von Kirchheim in bunter, kulinarischer Vielfalt. Achtundzwanzig Stände mit Speisen aus aller Welt sorgten auf unterschiedlichste Weise und auf individuelle Art für ein Sammelsurium, welches man nur all zu selten so komprimiert präsentiert bekommt. Hier sorgt das Texicos mit seinen Tacos und Burritos für wartende Schlangen,

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das Hachi Mori überzeugte ohne Wenn und Aber mit seinem wunderbarem Sushi und Pan Kowalski lockte mit seiner üppig gefüllten Pierogi-Box (6,00 €) mit Gemüse. Dim Sum-Freunde wurden mal lecker, mal wunderlich dekoriert überrascht, belgische Pommes gab es mit diversen Sossen und das fettige Fisch and Chips bekam man für ausserordentliche 8,50 €.

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Pulled pork wurde mehr als ein mal angeboten und fand doch seinen gebürtigen Schöpfer Nr. 1 beim Stand von Tisch am Fenster, die kubanische Variante im Maisfladen fand viele Anhänger, das Wikinger-Brot sorgte für fischige Abwechslung und das schnöde Stockbrot wurde auf bemerkenswerte Weise als Hipsterrolle verkauft.

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Herausragend und überraschend agierte unaufgeregt der Latino Grill mit seinen würzigen Offenbarungen, wie Chorizo vom Grill, der kleine Stand aus Laos verzauberte den immerzu, wandernden Gaumen mit feinen und ungewöhnlichen Kreationen und der Europäische Hof katapultierte die Geschmacksnerven der Besucher in eine neue, nicht bekannte Street-Food-Dimension!

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Delikat und fein gestreut, waren geschmackliche Highlights an allen Ecken und Enden zu sehen und es wurde viel präsentiert, Fremdes defensiv offeriert und natürlich Bekanntes in neuem Rahmen angeboten. Auf glühendem Asphalt wurde schutzlos und ohne Unterlass der mobilen Kochkunst zelebriert und in der kulinarischen Wagenburg wurde noch und nöcher der schnellen Speise gehuldigt. Dem charmlosen Ambiente ohne geographischer Atmosphäre fehlt noch das Gelebte, was eine Einrichtung zu dem macht, was Authentizität verbreitet. Das schöne Street Food Weekend lernt gerade in Heidelberg krabbeln und es bleibt zu hoffen, dass es bald laufen lernt.

 

 

Comments: 1

  1. Erik Pratsch says:

    Wieder Spitze und „saftig“ geschrieben, so, als hätte man noch einen Tomaten Bun mit Pulled Pork auf der Faust.
    Dieser Bericht unterstreicht die Vorzüge und macht den Beteiligten Mut, diesen Markt (an anderer Stelle?) zu wiederholen. Was verbesserungswürdig ist muss angegangen werden – diese Chance darf nicht vertan werden und da gibt es etliches. Auf FB sind einige gute Vorschläge aufzuspüren und der Löffelmeter Bericht hat maßgebende Punkte mit in den Bericht einfließen lassen.
    Dass die Polizei nicht zu den vom Löffelmeter benannten Food Nerds gehört, lässt sich unschwer an der Tatsache erkennen, dass ich am Sonntag von einer vorbeifahrenden Polizeistreife aus dem Auto heraus gefragt worden bin – in unmittelbarer Nähe des Eingangs – welche Veranstaltung denn hier stattfände? Soviel zu der Durchdringung der Kommunikation der Veranstalter :-))