…Stellwerk

 

Das Stellwerk ist Heidelbergs Feinschmeckerei für ernährungsbewusste Zeitgenossen, Kirchheims hochwertiger Mittagspausen-Tempel in lockerem Ambiente, gleichzeitig Anbieter von besonderen Produkten aller Art und Kochreich von Gudrun Baumann-Stürmer und Domenik Grädler! Die sympathischen Betreiber kochen mit Leidenschaft, hantieren mit Anspruch und kundiger Hand und verwöhnen mit Herz und Hingabe ihre hungrigen Kunden zur Mittagszeit.

Und so packte den Löffelmeter die Wissenslust und er fragte sich: „Wo essen eigentlich Köche zu Mittag, die mit beachtlichem Anspruch und enormem Engagement selbst den Kochlöffel schwingen? Wo gehen Gudrun und Domenik, die mit ihrem Stellwerk dem Mittagstisch eine neue Qualität verpassten, speisen, wenn sie Mittags selbst der Hunger packt?“!

Domenik: „Am liebsten gehe ich bei meinem Papa essen! Da muss ich nicht kochen und es ist immer lecker!“ Lacht und fährt fort: „Nein, wo ich gerne Mittag essen gehe, ist in der Altstadt beim Joe Molese! Die Burger sind echt gut und so wie die Brötchen aussehen, machen die sie selber. Zumindest sehen sie homemade aus. Vielleicht haben die auch einen Bäcker, der das so hinbekommt. Man muss sich zwar mit den Begebenheiten drumherum anfreunden, so ungefähr wie bei Hakim, aber die Burger sind echt sehr lecker!“

Gudrun: „Also ich gehe sehr gerne ins Hemingway`s! Da finde ich es total nett und es ist ein schönes, traditionsreiches Lokal.“ Und nach kurzem innehalten: „Ach! Und wisst ihr, was noch richtig entzückend ist? Der Secret Garden! Die haben da Live-Music, die grillen, man kann wunderschön sitzen und auf seiner Karte hat er schöne Sachen. Der ist zwar nur von April bis Oktober geöffnet und hat kein Mittagessen, aber Abends unter dem beleuchteten Baum ist es einfach traumhaft! Und wenn man Kinder dabei hat, kann man die einfach laufen lassen.“

Domenik: „Ja und momentan gehe ich sehr gerne zur FT-Gaststätte! Die Pizza da ist sehr lecker und es sind riesige Trümmer.“

Dann lehnte er sich zurück, verschränkte die Arme und mit wenig heiterer Stimme fuhr er fort: „Aber wisst ihr, eigentlich gehe ich sehr wenig essen! Ganz einfach aus dem Grund, weil ich vom Fach bin und man Mittags nicht selten Tiefkühlware als frische Ware präsentiert bekommt. Da habe ich persönlich gar keinen Bock mehr drauf! Lieber nehme ich dann gleich Pommes und weiss, dass es TK-Ware ist.“

Wir schweiften ab, eruierten die Problematik der mittäglichen Speisezubereitung und deren Mengenkalkulation. Wir beleuchteten die ewige Frage, was mit dem Essen zu tun sei, was übrig bleibt. Wir verglichen die Wirtschaftlichkeit einer Gastronomie mit dem ethischen Grundgedanken und dem Umgang mit Produkten. Wir verfolgten Gedankengänge, wie: „Kochen wir noch etwas und laufen Gefahr, dass es nicht verkauft wird?“ und stimmten nachdenklich der Maxime zu: „Wenn du nichts mehr anbietest, kannst du auch nichts verkaufen !“

Und gerade als das Interview noch ernster zu werden schien, weckte uns Gudrun mit ihrer fröhlichen Stimme: „Kennt ihr eigentlich den Chinesen in der Hebelstraße? Das Pavillon? Das chinesische Grillbuffet ist richtig gut! Die haben da eine frische Theke, wo du dann deine Rohlinge und frisches Gemüse herausnehmen kannst und mit verschiedenen Sossen am Grill zubereiten lassen kannst. Das Fleisch und das Gemüse sind echt gut und tadellos!“

Gudrun und Domenik! Wir danken euch für eure Zeit, ein sehr interessantes Gespräch und für das aufschlussreiche Interview! Vielen Dank!