Plasmat

 

Die drei sympathischen Jungs der Elektro-Trash-Band Plasmat kreieren ohne sich selbst zu ernst zu nehmen mit einer ordentlichen Portion Spaß, noch mehr Know-how und sehr viel Können Titel wie: Katergang, Nichts macht ihr Angst oder auch Muskelmann; wissen, obschon zugezogen, über die regionale Esslandschaft mächtig bescheid und so ließ es sich der Löffelmeter nicht nehmen, sich mit Sascha, Daniel und Basti zu treffen, um bei kaltem Hund, Filterkaffee und Flensburger ausgelassen zu plaudern. In den Katakomben vom Dezernat 16 fanden wir uns eingebettet in Elektronik, zwischen Leergut aus vergangenen Tagen, eingekuschelt in die weichen Polster vereinnahmender Sitzgelegenheiten ein und Sascha und Basti, welche aus Berlin und Rostock stammen, erinnerten sich bei dem Gedanke an Essen sogleich an kulinarische Kindheitserinnerungen. Milchnudeln, Wurstgulasch, verlorene Eier oder gar Kirschsuppe mit Sago wurden gepriesen, etliche Erfahrungen wurden preisgegeben, Vergleiche wurden analysiert und schließlich, bevor wir uns gemeinsam in der Thematik Stadionwurst verloren, besannen wir uns auf den Ursprung und fragten: „Wo geht hier denn eigentlich Plasma am liebsten essen?“

Basti: „Also, ich liebe Frühstück! Das ist die beste und, finde ich, wichtigste Mahlzeit am Tag und wenn du mal etwas verstrahlt bist, dann ist das Frühstück im Mandy`s die Rettung! Die haben die ganzen Klassiker aus den Staaten, wie french toast, pancakes, alle möglichen Eiervariationen, doppeltes Omelett mit Pilzen und Schweizer Käse…Perfekt! Und Abends gehe ich am liebsten und öftesten eigentlich zum Baan Thai in Rohrbach essen. Das ist so ein Sonntagsding von meiner Freundin und mir. Entweder holen wir was oder wir gehen schnell hin. Das Ding ist nämlich bei mir, ich hab eine fiese Hülsenfrucht-Allergie und manchmal reichen da auch nur Spuren von z.B. Erdnüssen. Und ich mach einen guten Thailänder danach aus, wie sauber seine Küche ist und beim Baan Thai hatte ich noch nie Probleme. Ist immer top, richtig geil. Ich war da auch schon mit Freunden, die durch Thailand gereist sind und alle meinten, es sei absolut top!“

Und plötzlich wirft Daniel ein: „Oh! Das Vecchia Bari und Kirchheim und das Pirim beim Bahnhof haben uns während der Probe des öfteren mit ihren Pizzen das Leben gerettet! Und wenn die unförmige Pizza bei Pirim nicht in den Karton passte, hat er sie einfach eingeklappt. Super Pizza!“

Basti meint nachdenklich und mit einem seligen Lächeln im Gesicht: „Eigentlich müsste unser Platte „Bier und Pizza“ heissen! Bei uns hängt ziemlich viel mit Bier und Pizza zusammen.“

Und als der zweite Kaffee durch den Filter lief, die Töne der aktuellen Single die Räume beschallten und wir uns mit Kuchen im Mund dem Rhythmus hingaben, da entflog es Sascha: „Sushi essen! Sushi essen macht richtig Spaß und in letzter Zeit gehe ich in Heidelberg sehr gerne in das I-koy. Jung, professionell, nett….macht Spaß!“

Daniel: „Wo wir gerade in der Altstadt sind. Das Falafel, jetzt Mahmoud`s ist auch richtig geil! Da esse ich am liebsten Shawarma.“

Basti: „Ein Klassiker ist halt auch das Alt Hendesse. Wenn die Familie kommt, nimmt man Vater und Mutter mit ins Alt Hendesse.“ und nach einer kurzen Pause fuhr er fort „Kulinarisch ähnlich geht es in der Wimmer`s Landwirtschaft in Wiesloch zu. Ich glaube, die haben von Donnerstags bis Sonntags offen, stellen viel selbst her und haben eigene Weine und Säfte. es gibt keine Karte und du zahlst 17 € -18 € für all-you-can-eat. Das sind dann drei Räume. Draussen ist ein Grillzelt da kannst du dir z.B. Fisch grillen lassen, drinnen ist es komplett herzhaft mit allen möglichem und im dritten Raum gibt es Beilagen und Nachspeisen. Und dann frisst du einfach! Für jeden gibt es etwas, es ist gut und am Schluss brauchst du ein Taxi.“

Gerade als wir mit Diskussionen über Klapperschlangenwurst, Fischbrötchen und brennenden Schnaps wieder das Ziel aus den Augen zu verlieren schienen, warf Sascha ein: „Ich wohne ja in Mannheim und wenn ich mit meiner Freundin Essen gehe, dann gehen wir ins Andalucia. Da gibt es richtig geile, große Paella in riesigen Pfannen, sehr authentisch und es ist immer einer da, der Gitarre spielt. Echt schön!“ Nach kurzem innehalten ergänzte er: „Und dann halt wieder Sushi! Das Kaoru. Da habe ich letztens wieder bestellt…die haben echt krasse, aussergewöhnliche Sachen. Tomaten-Mozzarella-Frischkäse-Zeug, so California Sushi. Richtig abgefahren! Und! Der Hühnerstall am Messplatz. Da holen wir uns sehr oft halbe Hähnchen mit Pommes. Das ist was ganz anderes, als diese Wiesenhof-Wägen. Wirklich gut.“

Kurz vor dem letzten Stück kalter Hund und bevor wir die Jungs wieder in ihren Proberaum entließen, beichtete uns Daniel noch: „Ich war ja zweieinhalb Jahre Vegetarier! Kein Fleisch! Nichts. Dann eines Tages haben mich die Jungs dann mit zu Hakim genommen und dann musste ich einfach ein Steak-Brötchen-Special nehmen. Danach war es um mich geschehen und zwei Tage später habe ich gleich mit einem Cognak-Rumpsteak in der Dorfschänke nachgelegt…Ich hatte ja so viel nachzuholen.“

Vielen tausend Dank, Plasmat, für das überaus unterhaltsame, interessante und sehr lustige Gespräch!