…Pannonica

 

Ein Interview mit den Machern, Laszlo und Daniel, vom schönsten Plattencafé Pannonica aus der Ingrimstraße zu bekommen ist äußerst heikel, mit enormer Geduld gepaart und nur durch vehementer Überredungskunst  zu ergattern. Die scheuen, wenig redseligen und selten gemeinsam anzutreffenden Heidelberger Vinylköpfe und Café-Liebhaber sagten spontan zu, über ihre mittäglichen Essgewohnheiten zu sprechen, jedoch hielten sie sich dann sehr bedeckt, als der Zeitpunkt gekommen war. Nur unter Androhung eines laut brüllendem Sitzstreiks und einer Verweigerung der Nahrungsaufnahme löste die Lippen der beiden Herren.

Daniel aka Erich Badu, umtriebiger Funk/Soul-DJ vorm Herrn, und Laszlo, Musikzimmer-Legende und Leitstellen-Macher, haben, wie sich rausstellt gut und gerne Hunger. Inmitten einer leisen Jazzberieselung, zurückgezogen bei einer hervorragenden Tasse Kaffee und Dank einer besten Rambo-Standhaftigkeit-Manier kitzelten wir durch konsequentes, beharrliches Nachhacken die favorisierten Essplätze der Herren heraus.

„Wo ich wirklich gerne hingehe ist zu Joe Molese beim Marco.“ eröffnete Daniel und überrascht uns alle mit der Ergänzung: „Und wo ich seit kurzem sehr gerne hingehe, auch nicht nur Mittags, ist der Grieche bei der Bergbahn, die Griechische Taverne. Da gibt`s sogar ab 22:00 Uhr bis 1:00 Uhr noch warme Küche! Echt gut und der Kellner ist eine Granate!“ „Also ich gehe sehr gerne ins Persepolis“ ergänzte Laszlo und fuhr fort, dass er „zum Panzini gerne gehe und jetzt auch wegen der Leitstelle gerne ins Tati geht. Aber der Falafel-Laden hier in der Altstadt ist natürlich ein absolutes Muss! Sehr lecker! Ach so, die La Couscousserie ist absolut empfehlenswert und das eritreische Café Saron im Bergheim ist sehr gut!“

Die Jungs mit der runden Scheibe im Herzen wissen zu speisen! Sie schätzen was Anerkennung sucht, sie fördern was diese verloren haben und sie selbst bieten in ihrem „Plattencafé“ die komplette, ultimative Ergänzung zum Mittagessen!