…Heldenpause

Der Löffelmeter war hektisch unterwegs, wollte wieder mehr als viel, sah vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr und so beschloss er einen Gang herauszunehmen, um wieder klarer zu sehen. Wo sollte dies besser funktionieren als bei Heidelbergs Entschleunigungs-Gurus, den Jungs von der Heldenpause. Die drei autodidaktischen self-made-Limo-Macher der einzigartigen Beruhigungs-Brause sind Fachmänner dafür, wenn man mal raus aus der Hektik und rein in die Erholung soll. So trafen wir uns mit Martin Riekert und René Kaufmann (leider ohne Danilo Rathenberg) auf dem Landfriedkomplex in ihrem stillen Büro zu Gebäck und Limo, um runterzukommen.

Wir sprachen über die Reduzierung von Hektik, die Vorzüge von wunderlichen Produkten, über Pioniergeist von Machern, das Jonglieren bei vielen Tätigungsfeldern, die unsichtbaren Geheimnisse von Produkten und dem offensichtlichen Limonaden-Darwinismus. Wir sprachen über Heidelberg, über Essen und natürlich konnten wir dann doch nicht anders und fragten uns ganz ohne Druck: Wo gehen tiefen entspannte Zeitgenossen, wie es die Jungs von Heldenpause sind, eigentlich Mittag essen?

Nach einer kurzen Pause und mit einem Lächeln im Gesicht legten zwei Drittel der Heldenpause los!

René: „Also hier in der Gegend finde ich von der Qualität her das Saron am besten. Die hatten bisher nur ein Gericht auf der Karte. Aber ich war da gestern und hab mir einen Kaffee geholt, da hab ich gesehen, dass Sie jetzt auch noch Hühnerspieße anbietet. Das Essen ist frisch und lecker und der Kaffee ist hervorragend!“

Martin: „Ansonsten gibt es in der Bergheimerstraße diesen neuen Falafel-Laden, das Mahmoud`s. Das ist wirklich top.“

René: „Was noch einer meiner Favorites ist, ist Lu`s Imbiss. Da hab ich schon alles gegessen. Schnitzel, Currywurst, Hacksteak….Der ist einfach old-school und wirklich einzigartig in Heidelberg!“

Martin: „Ein recht stranger Ort für Mittagessen ist das Firebowl. Die haben draussen den Biergarten und drinnen ist diese riesige Location! Da sind Köche, Bedienungen, Chef, Lichter sind alle an, die volle Ausstattung ist am Start und du sitzt dann da allein! Wenn wir da Mittags waren, saßen wir allein. Es ist zwar jetzt auch nichts besonderes, aber schlecht ist es nicht. Die haben auch so Aktionstage und sehr viel Verschiedenes.“

Nachdem wir dann abschweiften, die Vorteile von Qualität und die Nachteile von Quantität verglichen, ergänzte Martin: „Das Tati macht das echt sehr gut. Die haben drei bis vier Gerichte. Ein Plat du Jour…Das funktioniert. Fleisch, Braten, Röstkartoffeln sind dort sehr gut und oft gibt es natürlich Pasta. Die ist auch o.k.. Und ausserdem kann man da echt schön sitzen. Egal zu welcher Jahreszeit.“

Und gerade als wir uns aufmachen wollten, um im Letztgenannten in aller Ruhe und entspannt gemeinsam Mittag zu essen, platzte es aus René heraus: „Ach! Halt! Was ich unbedingt noch nennen muss ist der Erbprinz in Rohrbach! Da geh ich nicht oft hin, aber wenn ich mal zu Hause bin, ich wohne in Rohrbach, und Bock auf Mittag hab:  Erbprinz. Da kocht noch die Großmutter in der Küche. Man bekommt da echt geiles Essen. Ich hatte mal Maultaschen, Schnitzel mit Salat…sensationelle Hausmannskost! Die machen auch immer ein tolles Hoffest und public-viewing-Fussball kann man da auch wunderbar gucken. Ist nicht so überlaufen. Momentan renovieren sie gerade und ich kann nur hoffen, dass sie die alte Einrichtung beibehalten.“

Nachdem wir im Tati zu Mittag gegessen hatten beobachteten wir noch ein Weilchen zwei ältere Herren, welche in der Sonne Schach spielten…

Vielen Dank, Heldenpause, für das entschleunigende Gespräch!