…Derek Cofie-Nunoo

Ein Gespräch über die mittäglichen Essgewohnheiten mit Heidelbergs one and only Derek und seiner favorisierten Mittagstische musste interessant werden, aber es schien ebenso der Quadratur des Kreises gleichzukommen, als dass es sich bei diesem ausführlichem Interview ausschließlich um den Genuss und Verzehr von Nahrung drehen würde. Also trafen wir uns an einem ruhigen Samstag vormittag zu einem ungezwungenem Austausch im schönem Friedrich. Bei lecker Tee, Cappuccino und Frikadelle mit Senf ging es los und Derek überraschte uns mit einem Geheimtipp: „Also ich geh echt gern zum Kettner, der ist echt speziell, im Heinsteinwerk! Weil ich auch da arbeite. Wenn es da so gutbürgerliche Sachen gibt, wie Rouladen oder Gulasch, das ist sensationell. Das macht der echt sehr hervorragend und selbst! Das ist der Hit!“ Nach einer kurzen Pause folgte: „Oh, der Tafelspitz mit Meerrettichsosse…so gutbürgerliche Sachen, die man sonst schwer kriegt, die bekommt man hier! Echt gut!“. „Und wisst ihr, was auch ein guter Mittagstisch ist? Das La Vite! Der ist richtig gut! Das ist unser Hausitaliener, wenn wir unsere Sitzungen haben.“ Und als die Kaffeemaschine vom Friedrich in vollem Gang war, sich das Café zu füllen begann und sich Gleichgesinnte (A Members of the Gourmet Geurilla und Radio Bergheim) zu uns hockten, wanderte der kulinarische Kompass in die Bahnhofstraße zum Thanaphon („Der ist sehr gut und da kann ich immer den Mannheimer Morgen lesen“), dann zurück zum Carré („Das Good Morning Saigon ist sehr gut!“) und ab in die Altstadt („Wenn ich in der Altstadt bin geh ich eigentlich immer zum Raja Rani.“). Vom Essen in der Altstadt kamen wir schnell zu dem ewigen Thema der nächtlichen Ruhestörungen von Auswärtigen in der Innenstadt, das Thema: Cafés und Kneipen für Einheimische wurde eruiert, Kultur in Heidelberg besprochen, es wurde die Entwicklung des Stadtteils Bergheim exzerpiert, die Bearbeitung von grünen Flächen wurde angesprochen und es wurde vor allem weiter fleißig Kaffee und Tee im sehr angenehmen Friedrich getrunken. Abschließende Worte von Derek waren: „Wenn ich Mittags ins Tati komme, dann weiß ich genau: Ich esse nicht allein!  Ich treffe wirklich ganz viele unterschiedliche Leute, ich kenne den Koch, man unterhält sich…es ist locker. Man kann sich austauschen, es ist entspannt, es ist cool und deswegen wollte ich mich unter anderem auch mit euch auch hier im Friedrich treffen! Einem lockeren, entspannten Ort!“

Ein nettes Gespräch unter Bekannten über die schönste Hauptsache der Welt!

Vielen Dank, Derek!